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Hilfe für Nepal
Die Kinderkultur- und Kinderhilfsorganisation Arts by Children (ABC) sammelt Spendengelder für betroffene Familien und Einrichtungen in Kathmandu.

Noch vor wenigen Monaten haben Mitarbeiter von Arts by Children verschiedene Kultur- und Hilfsprojekte in Nepal besucht, wie zum Beispiel die Shanti Leprahilfe - ein einzigartiges Projekt mit Krankenhaus, Schule und Waisenhaus, oder das Sarwanam Theater- eine Kultureinrichtung im Zentrum von Kathmandu, das aufgrund seines politischen Engagements für mehr Demokratie und Gerechtigkeit im Land immer wieder Anfeindungen und mutwilligen Zerstörungen ausgesetzt war.

Dieses Theater bietet vor allem jungen Menschen ein Zuhause und ist ein Ort künstlerischer Bildung. Die Shanti Leprahilfe hat ihre Schulen, Wohnungen für Waisenkinder und alte Menschen sowie landwirtschaftlich genutzte Felder ca. 30 Kilometer außerhalb von Kathmandu in den Vorbergen des Himalaya in Richtung des Epizentrums des Erdbebens.

Auch verschiedene Lingener Bürger haben gute persönliche Kontakte zu Menschen in Nepal wie zum Beispiel zu Rajan Dulal, der in Kathmandu eine kleine Textil-Manufaktur mit 5 Mitarbeitern besessen hat. Sein Haus und die Häuser seiner Mitarbeiter sind seit dem Erdbeben völlig zerstört.
ABC hat ein Spendenkonto eingerichtet. Aufgrund der persönlichen Kontakte ist es der Organisation möglich, das Geld direkt und ohne Verwaltungsgebühren den hilfsbedürftigen Menschen und Organisationen vor Ort zukommen zu lassen.

Spenden mit dem Stichwort „Nepal“ auf das Konto:


Deutsche Bank Lingen

Konto-Nr.:  0660 399 00
BLZ:  267 700 24
IBAN: DE17267700240066039900
BIC: DEUTDEDB267



Lingen. The call for donations from the association Arts by Children (ABC) in our newspaper for the earthquake victims in Nepal was very effective. Within two weeks the Lingener children culture- and children's charity was able to collect more than 30.000 Euro.
Rund 120 Privatpersonen und Firmen beteiligten sich an der Kampagne . Das Spektrum reichte dabei von der engagierten Aktion der neunjährigen Lilly Behrens, die in ihrem Umfeld rund 500 Euro gesammelt hat über eine 5000-Eurospende der Futtermittelfirma Tihen aus Bawinkel bis zu dem Lingener Zahnarzt Benno Schulz, der hat aufgrund der persönlichen Beziehung zu dem Nepalesen Rajan Dulal, 5000 Euro plus 5000 Euro aus Patientenspenden überwiesen hat.
Der Vorstand von Arts by Children hat auf seiner Sitzung am Dienstagabend beschlossen, das Geld auf fünf Projekte zu verteilen. Es handelt sich dabei um Maßnahmen, die der Organisation persönlich bekannt sind. Dazu gehören: Wiederaufbau eines Hauses für behinderte Kinder der Shanti Leprahilfe in Kathmandu, das Mitglieder von ABC noch im vergangenen Dezember besucht haben und die nun vollständig zerstört sind. Auch möchte die Organisation den Wiederaufbau des Heimatdorfes von Ashesh Malla, dem Leiter des Sarwanamtheaters, unterstützen. Beim zweiten großen Nachbeben wurde sein Heimatdorf in Schutt und Asche gelegt. Mitglieder der Theatergruppe haben ihre Familien verloren und ihre Häuser sind völlig zerstört.
Zwei Projekte von Rajan Dulal aus Kathmandu sollen ebenfalls unterstützt werden: er plant für zehn Familien in Baktapur Village Notunterkünfte zu errichten, die die Menschen vor dem bevorstehenden Monsun schützen sollen. Im Anschluss daran möchte er den Aufbau eines Informations- und Gesundheitszentrum in Kombination mit einer Ausbildungsstätte für junge Menschen, die das Schneiderhandwerk erlernen wollen auf den Weg bringen.
Schließlich möchte ABC gemeinsam mit terres des hommes, „Schutzräume für Kinder“ schaffen, damit diese mit pädagogischer und psychologischer Unterstützung ihre traumatischen Erlebnisse verarbeiten können.
Die Spendenaktion von ABC wird fortgesetzt.
                                                                                                            

Ein Artikel von Caroline Theiling-Brauhard

Lingen. Womit beschäftigen sich Väter und Mütter in ihrer Freizeit? Die einen treiben Sport, die anderen verbringen viel Zeit vor dem Computer. Die Palette der Möglichkeiten ist groß. Auch wenn der Nachwuchs den Eltern nacheifern möchte, so steckt doch Verborgenes in ihm. Und das möchte Arts by Children (ABC) nicht nur in Erfahrung bringen, sondern unbedingt fördern. Erstmalig bietet der Verein Kindern eine Chance, sich näher mit der Kultur auseinanderzusetzen.
„KunterBund“ heißt das lokal verortete Jahresprojekt, das noch bis Dezember 2015 läuft und dessen Kosten von ABC getragen werden. Gefördert wird es zudem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und vom Bund Deutscher Amateur-theater, „Es wird mit einem farbenreichen Musical sein Ende finden“, berichtet die Projektleiterin Christel Grunewaldt-Rohde. „Wir haben seinerzeit Kinder angesprochen, die bisher kaum an kulturellen Projekten mitgewirkt haben.“ Die Resonanz sei sehr erfreulich gewesen, denn ganz spontan hätten sich 30 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren verschiedener Nationalitäten gemeldet.
„Die meisten von ihnen verbringen ihre Freizeit im Lingener Kindertreff, im Alten Schlachthof, der direkt in der Nachbarschaft zu unserer Wirkungsstätte der Paul-Gerhardt-Schule steht, in der sich sowohl ABC als auch das Emsländische Musikensemble befinden. Lediglich das Kunstatelier ist am Alten Hafen ansässig“, berichtet Grunewaldt-Rohde.
Obgleich den Kindern kulturelle Bildungsbereiche fremd waren, zeigten sie doch viel Neugier und reges Interesse. Nach einer Einführungsphase suchten sie sich in freier Wahl ihren Workshop wie Theater, Bildende Kunst oder Musik aus.
Mit fachübergreifenden Elementen wird hier nun der Weg zu gemeinsam Gestalteten führen, dessen Ziel ein Musical ist, war zu erfahren. Es wird vom Regenbogen erzählen, der über das Land Kunterbunt strahlt. Doch dieser verblasst, weil die Untertanen des Königs - es sind die verschiedenen Farben - in Streit geraten, weil sich jeder zu wichtig nimmt. Auch der König muss seine Fehler erkennen und nach Lösungen suchen, um wieder Frieden unter seinen Untertanen herzustellen. Davon erzählt Doris Schweizer, Workshopleiterin Theater. Die Geschichte sei geprägt durch Farben, Emotionen und auch Stimmungen.
„Nichts kann falsch gemacht werden, jeder darf sich einbringen. Impulse der Spieler werden ernst genommen und ausprobiert und bei Eignung in das Stück integriert“, betont Doris Schweizer. Das Stück sei entwicklungsfähig, es könne mit den Wünschen und Vorschlägen der Kinder weiterentwickelt werden.
Lulzim Bucaliu vom Emsländischen Kammermusikensemble ist hocherfreut über die Begeisterung „seiner“ Kinder. „Da wird zum Beispiel das Schlagzeug so richtig hergenommen“, lacht er, „und wir sind dabei, wir erleben, wie sich ein Junge selbst entdeckt und das am Schlagzeug.“ Das bestätige doch den Sinn und Zweck dieses Projektes auf ganzer Linie, freut er sich. Die Instrumente würden den Kindern dieser Gruppe im Kindertreff zur Verfügung stehen, wo sie auch mal außerhalb des Workshops üben könnten.
Im Atelier am Alten Hafen, das ein behagliches Ambiente ausstrahlt, kämpfen besonders die Jungs mit dem Kleister. Das mögen sie nicht so gerne, sich die Hände schmutzig machen. Aber es muss sein, und dann packen die Jungen und Mädchen fleißig zu. Jeder Besenstiel wird vorbehandelt, später werden sie mit bunten Steine beklebt. „Das muss ordentlich gemacht werden“, sagt Joke Ruhle mit viel Ruhe. „Schließlich spielen die bunten Stäbe später eine wichtige Rolle in dem Musical.“
„Seit Februar sind die Kinder nun tapfer dabei, und Stück für Stück nähern wir uns in spielerischen Etappen dem gemeinsamen Auftritt“, freut sich Christel Grunewaldt-Rohde. Sternenförmig werden die Workshop-Ergebnisse sich zusammenfügen und auf diese Weise den Jungen und Mädchen ein Gefühl geben, in ihren einzelnen Gruppenarbeiten zu einem großen Ganzen beigetragen zu haben.
Ein wichtiges Erlebnis, das sie vielleicht zu neuen Wegen motivieren könnte. Das erhoffen sich die Projektleiter, die engagiert dabei sind und auch die Begeisterung mit den Kindern teilen.
Ein Artikel von Eva-Maria Riedel

„Ran an den Kleister“ heißt es, die Besenstiele müssen für das Musical vorbereitet werden, und Joke Ruhle (links) hilft dabei. Fotos: Eva Maria Riedel
Sie sind von diesem Projekt überzeugt: Lulzim Bucaliu (vorne) sowie (von links) Joke Ruhle, Doris Schweizer und Christel Grunewaldt-Rohde.
They stand up for Nepal (from the left): Holger Koppelt, Benno Schulz, Norbert Radermacher, Ulrich Wolbeck, Anne Höltermann, Marion Sommer und Clemens Niers. In the foreground: Lilly Behrens. Picture: Caroline Theiling
24.06.2015
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www.artsbychildren.org
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