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Projektbeschreibung:
„Die Kraft des Malens“ - Bilder von Kindern in Not

Ausstellungsprojekt im Rahmen des 11. Welt-Kindertheater-Festes 2010 in Lingen/Ems

Ausstellungseröffnung: 8. Juni 2010, 18 Uhr
Ort: Kunstschule Lingen

Das zentrale Thema des Symposions im Rahmen des 11. Welt-Kindertheater Festes ist die Frage nach der Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von Kunst und Theater mit Kindern und Jugendlichen, die in Krisensituationen und unter schweren sozialen Missständen aufwachsen.

Kinder und junge Menschen leiden in ganz besonderem Maße unter sozialen Defiziten und sind in ihrer persönlichen Entwicklung entscheidend davon betroffen.
Naturkatastrophen, kriegerische Auseinandersetzungen und politische Unter-
drückungsmechanismen, aber auch schwerwiegende Verletzungen und langwierige Krankheiten sowie familiäre Krisen führen bei Kindern zu traumatischen Reaktionen,
die ihre Entwicklungsfähigkeit entscheidend beeinflussen können.

Wir gehen in diesem Symposion von der These aus, dass die gestalterischen (konstruktiven) Potentiale der Kunst in ganz besonderem Maße in der Lage sind, (destruktive) soziale und psychische Zustände zu überwinden. Inwieweit diese Grundthese der Kunst immanent zu Eigen ist und/oder es in diesen besonderen Situationen ergänzender therapeutischer Behandlung bedarf, soll am Beispiel der Projekte vorgestellt und diskutiert werden.
Die Ausstellung „Die Kraft des Malens“ soll diese Fragestellung exemplarisch aufgreifen.

Zeichnen, Malen und künstlerisches Gestalten sind oft ein unverstellter und direkter Ausdruck von Kindern in der Beschreibung ihrer sozialen Notlage und Gefühle. Bilder machen nicht nur konkrete äußere Zustände sichtbar, sondern vergegenwärtigen innere seelische und psychische Befindlichkeiten. Künstlerische Betätigung kann helfen die erlittenen Traumata zu überwinden und neue Lösungsansätze für die Gestaltung des eigenen Lebens zu finden.

Das Europäische Zentrum der Internationalen Amateurtheater Association / IATA will in der Zusammenarbeit mit der Kinderhilfsorganisation „Arts by children“ (ABC) und der Kunstschule im Kunstverein Lingen sowie mit Unterstützung von der Gemeinschaftsstiftung terre des hommes und terre des hommes Deutschland e.V. eine Ausstellung mit Kinderbildern organisieren.

Die Ausstellung mit insgesamt ca. 120 Bildern von Kindern im Alter von 6-16 Jahren aus acht verschiedenen Ländern soll einen Einblick geben in die realen Lebenssituationen der Kinder und dem gestalterischen Umsetzungsprozess.

Die Bilder erzählen z.B. von Kinderarbeit in Bangladesh, von den Fluchterlebnissen der tibetanischen Kinder über den Himalaja in das Waisenhaus des Dalai Lama, von dem Eingesperrt sein der Kindern in Palästina und der Angst israelischer Kinder vor den Raketen und Angriffen.
Die Kinder erzählen uns in ihren Bildern aber auch von ihren Wünschen und Hoffnungen auf ein besseres Leben.

Die internationale Kinderhilfsorganisation „Arts by children“ hat diese (Original) Bilder gesammelt und präsentiert sie erstmals gemeinsam mit ihrem Partner während des 11. Welt-Kindertheater-Festes. Die Gemeinschaftsstiftung terre des hommes und terre des hommes Deutschland e.V. wird diese Ausstellung ideell und praktisch begleiten.
Die Ausstellung zeigt nicht nur die Bilder, sondern ergänzt mit Text und weiteren Medien (Fotos, DVD, Video) die jeweilige reale Situation, in der die Kinder leben.

Im Rahmen der Ausstellung und des Kongresses werden Experten aus der Therapie, Medizin, der Kunst und des Theaters zu dem Thema Stellung nehmen.
Für die Besucher der Ausstellung und insbesondere Schulklassen werden Führungen und begleitende pädagogische Materialien erarbeitet. Ziel der Führung durch die Ausstellung ist es Kinder und Jugendliche für die schwierigen Situationen Gleichaltriger zu sensibilisieren, sie altersgerecht an die Themen heranzuführen und die gewonnenen Eindrücke anschließend selbst künstlerisch umzusetzen.

Die Ausstellung soll als Wanderausstellung konzipiert und in ihren wesentlichen Textbeiträgen in einer englischen Übersetzung erarbeitet werden. So soll „Die Kraft des Malens“ im Herbst dieses Jahres auch in Berlin und London gezeigt werden.



LT vom 11.05.2013
Eva-Maria Riedel
Kinder finden endlich Geborgenheit
Arts by Children eröffnet Waisenhaus in Bangladesh





























Das Waisenhaus, das bis zu 48 Kindern eine neue Heimat geben soll, ist umrahmt von Bäumen. Das Areal wirkt lichtdurchflutet, und die Luft ist sehr angenehm. Der Komplex umfasst mehrere Einheiten und wirkt wie ein kleines Dorf, in dem künftig gelebt und gelernt werden soll.
Foto: Kathrin Kellermann 


Lingen. Für circa 48 Kinder wird sich in den nächsten Tagen eine neue Welt auftun: Mit großem Engagement von vielen Seiten ist es der Organisation Arts by Children mit Sitz in Lingen, gelungen, das erste Kultur-Waisenhaus weltweit zu eröffnen und Kindern eine neue Heimat zu geben.
Von Lingen nach Düsseldorf über Istanbul nach Dhaka, in die 15-Millionen-Hauptstadt von Bangladesch - fast einen Tag lang ist die 16-köpfige Delegation der Kultur- und Kinderhilfsorganisation Arts by Children (ABC) aus Lingen unterwegs. Die Reise der Delegation wurde vom Bund Deutscher Amateurtheater aus Mitteln des Auswärtigen Amtes gefördert. Die übrigen Kosten haben die Teilnehmer selbst getragen.
Ziel der Reise: die Eröffnung des von ABC initiierten weltweit ersten Kultur- und Waisenhauses. Von der Hauptstadt aus begibt sich die Gruppe am Morgen des 5. Dezembers in einem Kleinbus erwartungsvoll auf den Weg. Die Geräuschkulisse im dichten Verkehr ist erfüllt von permanentem Hupen, Benzindämpfen, Müllbergen am Rande der Straße, Slums inmitten der Stadt, hier und dort ein Luxusgeschäft - all diese Eindrücke zeichnen ein vielschichtiges Bild der Metropole. Die Fahrt führt vorbei an staubigen Dörfern, grünen Reisfeldern und auf unbefestigten Wegen bis nach Moza/Moishor. Rund 25 Kilometer von der Metropole entfernt liegt das Waisenhaus, die Fahrt dauert 2,5 Stunden.
Nach dieser Tour gleicht die Ankunft dem Eintreffen einer Karawane an einer Oase. Das neue Domizil, das bis zu 48 Waisenkinder eine neue Heimat geben soll, ist umrahmt von Bäumen. Das Areal wirkt lichtdurchflutet, die Luft ist angenehm. Hier kann man durchatmen, sich stärken und erholen, so der erste Eindruck.
Viele Gäste sind da
Viele Gäste haben sich an diesem besonderen Tag auf den Weg gemacht. Neben den offiziellen
Vertretern werden die ersten beiden Waisenkinder Mohammad Robel (7 Jahre) und Mohammad Tajul Islam (8 Jahre) willkommen geheißen. Auch zahlreiche Familien aus der Nachbarschaft haben sich eingefunden.
In seiner Eröffnungsrede auf der offenen Bühne, im Zentrum des Baukomplexes, berichtet der Vorsitzende von ABC Norbert Radermacher, dass die Idee für dieses Waisenhaus nach dem verheerenden Zyklon „Sidr“ 2007 entstand. Das schwere Unwetter zerstörte weite Teile des Landes und forderte unzählige Todesopfer. In der Folge startete er gemeinsam mit dem Direktor der Shilpakala-Akademie in Dhaka Liaquat Ali Lucky, der mit seinen Kindertheatergruppen mehrfach beim Welt-Kindertheater-Fest in Lingen zu Gast war, einen Hilfstransport.
Soziale Missstände
Die Armut einer wachsenden Slumbevölkerung und die sozialen Missstände ließen den Kulturschaffenden seitdem nicht mehr los. „Wir leben alle auf einem Planeten, und wir profitieren in Deutschland von der Arbeit der Menschen in Bangladesch. Es ist mir wichtig, ein wenig zurückzugeben an eine Gesellschaft, die uns ihre Leistung und ihre Kultur schenkt“, erläutert der ABC-Vorsitzende seine Motivation und dankt allen, die das Waisenhaus-Projekt maßgeblich unterstützt und begleitet haben: dem Architekten Ulrich Wolbeck und seinem Team aus Lingen, dem Architekten Imrul Kayes, der vor Ort für die Realisation verantwortlich war, der Jaago Foundation, die ein wichtiger Partner geworden ist, sowie allen Förderern und Spendern aus Lingen und ganz Deutschland, insbesondere der „Stiftung help and hope“. Mit Neugier und Interesse besichtigten die Gäste im Anschluss an die Schlüsselübergabe durch Ulrich Wolbeck die neue Einrichtung. Der Komplex umfasst mehrere kleine Einheiten und wirkt wie ein kleines Dorf. Er setzt sich zusammen aus vier doppelstöckigen Wohnhäusern für die Kinder, drei großen Unterrichtsräumen, einem Küchen- und Essbereich, einem Wohnbereich mit vier Zimmern für Künstler und Volontäre und der Wohneinheit für den Hausverwalter und seine Frau. Die sanitären Anlagen sind nach europäischen Standards eingerichtet. Der freie Platz im Zentrum wirkt wie ein Marktplatz und lässt sich zum Spielen ebenso nutzen wie als Bühne oder offene Terrasse.
Auf Nachhaltigkeit angelegt
Die Besonderheiten des auf Nachhaltigkeit und ressourcenschonend angelegten Baus erläutert Architekt Ulrich Wolbeck: „Bei dem Grundstück haben wir darauf geachtet, dass es hoch genug liegt, um in der Monsunzeit nicht überflutet zu werden. Gegen aufsteigende Feuchtigkeit wurde ein Fundament aus Ziegelsteinen gebaut, eine Zementschicht dient als Horizontalsperre.“ Viel Wert legten die Architekten auf die Verwendung lokaler Baustoffe. Die Wände sind aus verschiedenen Lehmsorten gestaltet, die dem Grundstück entnommen werden konnten und die dem Komplex seine unterschiedlichen warmen Farbtöne verleihen. Für die Stahlkonstruktionen wurde Recyclingmaterial von abgewrackten Schiffen verwendet, die Holzkonstruktionen bestehen aus heimischen, schnell nachwachsenden Hölzern wie dem Palm tree. Viele Aufträge gingen an örtliche Handwerker, die beispielsweise die Fenster und Möbel bauten.
Für das Kulturzentrum und Waisenhaus wurde ein spezielles pädagogisches Konzept entwickelt. Es orientiert sich an einem ganzheitlichen Bildungskonzept, das die künstlerische Bildung als zentralen Bestandteil der allgemeinen schulischen Bildung zum Ziel hat. Die kreative Arbeit soll dazu beitragen, dass die Kinder ihre traumatischen Erlebnisse verarbeiten und überwinden können.
Unterricht für 3 Klassen
Drei Klassen mit je 24 Schülerinnen und Schülern ab vier Jahren können in dem Haus unterrichtet werden. 16 Waisenkinder und acht Kinder aus dem lokalen Umfeld werden in jeder Klasse gemeinsam lernen.
Die künstlerischen Fächer umfassen fünf Schwerpunktbereiche: Bildende Kunst, Darstellendes Spiel/Theater, Tanz, Musik, Literatur und Kunsthandwerk. Die Lerninhalte und Lernziele für die einzelnen Disziplinen werden von der Jaago Foundation erarbeitet. Die Grundlagenfächer werden ergänzt von einem Online-Lernkonzept unterrichtet, das die Organisation bereits erfolgreich an fünf weiteren Schulen einsetzt. Zur Sicherung des künftigen Betriebes des Waisenhauses unterschrieben Arts by Children und die in Dhaka beheimatete Organisation Jaago Foundation einen Vertrag, in dem sich Jaago gemeinsam mit ABC verpflichtet, das Haus zu führen und weiterzuentwickeln.
Der Start ist erst ein Anfang, denn es bleibt noch viel zu tun. Einige Bauarbeiten müssen in den kommenden Wochen und Monaten vollendet werden. Die Küche ist noch ein Provisorium, der Wohnkomplex erst in Teilen fertig. Dennoch - ein erster Raum ist vollständig möbliert, acht Betten sind bezogen, die hellen Unterrichtsräume laden bereits zum Lernen ein - die ersten Kinder können ihre neue Welt entdecken.
Wer das Projekt weiter unterstützen möchte, spendet an Arts by Children, Stichwort Waisenhaus, Deutsche Bank Lingen, IBAN: DE87 2677 0024 0066 0399 01, BIC: DEUT DE DB 267.
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Jugendtheatergruppe Traficantes de Suenos auf Deutschlandtour

Im Juli und August 2014 wird der Verein unter dem Titel Artopía (arte y utopía, dt.: „Kunst und Utopie) eine fünfwöchige Theatertour der bolivianischen Jugendtheatergruppe Traficantes de Sueños des Kulturzentrums Fundación Inti Phaj'si (El Alto, Bolivien) in Deutschland organisieren. Die Fundación Inti Phaj'si ist eine gemeinnützige Organisation ohne Profitorientierung, die es sich zum Ziel gesetzt hat, zukünftige Verantwortungsträger/innen und soziale Akteure der Stadt El Alto und anliegenden ländlichen Dorfgemeinschaften durch ihr Angebot im Bereich Kultur, Bildung sowie Kommunikation auszubilden. Außerdem bietet das Projekt Raum für sozialen, kulturellen und politischen Austausch. Die Traficantes de Sueños („Traumhändler/innen“) sind eine Gruppe 9 junger Künstler/innen zwischen 9 und 22 Jahren, die gleichzeitig als Mitarbeiter/innen bzw. Teilnehmer/innen im Inti Phaj'si mitwirken. Sie arbeiten mit Theater, Musik, Zirkus, Tanz und Clownerie, um ihre Position und Meinung als bewusste und engagierte Jugendliche auszudrücken. Neben der Präsentation des in Eigenregie initiierten Theaterstückes "La tumba de las marionetas" (zu Deutsch: Das Grab der Marionetten) werden Workshops zu Theater, Clownerie, Feuer, Musik und Tanz angeboten. Weiterhin wird Ludwin Jesus Vega Plaza, der Direktor des Inti Phaj'sis, Vorträge zur Geschichte, aktuellen politischen bzw. soziokulturellen Situation Boliviens halten. Herr Vega Plaza wird die Gruppe als Betreuungsperson begleiten.
Mit diesem Projekt möchten wir eine interkulturelle Begegnung und einen künstlerischen und politischen Austausch zwischen den bolivianischen Schauspieler/innen und jungen Theatermacher/innen in Deutschland ermöglichen, um Gemeinsamkeiten jugendlicher Bewegungen international sichtbar zu machen und Vernetzungen zu fördern und zu stärken.

Im Fokus steht darstellende Kunst als Medium gemeinsamen Lernens und Möglichkeit des Empowerments der Kinder und Jugendlichen, den sozialen Handlungsträger/innen von morgen. Die Perspektiven und Erfahrungen, die die bolivianischen Jugendlichen im Bereich gesellschaftspolitischer Arbeit mit Kunst in den Bereichen Theater, Artistik, Musik, Tanz und Clownerie aus dem Stadtteilprojekt und Kulturzentrum Inti Phaj'si in El Alto mitbringen, ermöglichen es uns, eine andere Facette und Realität jugendlicher künstlerischer Bewegung kennenzulernen und uns mit den Verhältnissen unserer eigenen Gesellschaft auseinanderzusetzen.

Durch die Thematisierung der Lebensrealität der bolivianischen Jugendlichen, kultureller indigener Identität und deren Wahrung und Bedeutung in ihrem Alltag sowie das Aufgreifen präkolonialer andiner Lebenskonzepte und Philosophien in ihrem Stück und Aktivitäten werden wir mit dem kolonialen Erbe unserer europäischen Welt und den sozial- und wirtschaftspolitischen Machtverhältnissen auf unserer Erde konfrontiert. Auf diesem Weg wollen wir einen interkulturellen Lernprozess auf Augenhöhe anstoßen, ein erster Schritt für eine friedlichere und gerechtere Welt.

Um diesen Zielen gerecht zu werden, legen wir viel Wert auf einen möglichst hohen Anteil an Partizipation und Mitgestaltung durch und von jungen Menschen aus Deutschland während des Projektes. Gemeinsames Gestalteten von Workshops, Vorträgen und Vernetzungstreffen mit anderen jugendlichen Theater- oder Künstler/innengruppen sind neben den Präsentationen der "Traficantes de Sueños" deshalb das zweite Standbein der Tour.

 
 
Arts by Children“ (ABC) - Voices for a Better World“ ist ein relativ  junger Verein, hat aber schon sehr viel bewirkt. Mit dem auf der Generalversammlung neu gewählten Vorstand soll die erfolgreiche  Arbeit zum Wohl der Kinder in der Welt engagiert fortgesetzt werden. Norbert Radermacher ist in seinem Amt als Präsident bestätigt, als Vizepräsidentin ist Christel Grunewaldt-Rohde neu gewählt worden. Janette Mannott übernimmt das Amt der Schatzmeisterin, Anne Höltermann ist künstlerische Koordinatorin. Als Beisitzer fungieren Clemens Niers, Anneliese Hanelt, Ulrich Wolbeck und Renuka Vivekananthan.
Mit Freude gibt der alte und neue Präsident bekannt, dass in den letzten zwei Jahren die Projekte in Bolivien und Bangladesch weiterentwickelt und ausgebaut wurden. Im Sommer bereicherte die bolivianische Gruppe „Traficantes“ mit ihren Theaterstücken und Trommeln das Welt-Kindertheater-Fest (WKT) und machte auf einer Deutschlandtournee auf die vielen sozialen Probleme in dem südamerikanischen Land aufmerksam.
Besonders stolz ist der ABC-Präsident auf das Kulturwaisenhaus in Bangladesch, das zu den zentralen Projekten des Vereins gehört. „Nach vielen Jahren der Planung und der Errichtung von zentralen Gebäuden kann das erste Kulturwaisenhaus der Welt und Schule am 5. Dezember eröffnet werden“, berichtet Radermacher.
Auch die Arbeit in Kampala (Uganda) macht Fortschritte und erlebt durch die Teilnahme einer Gruppe aus Uganda beim WKT einen großen Aufschwung. In diesem Projekt unterstützt den Verein Patrik Mukisa, der Straßenkindern die Möglichkeit eröffnet, die Schule zu besuchen und an Theater- und Musikworkshops teilzunehmen. „Diese Projekte und ihre nachhaltige Wirkung wurden ausführlich im Rahmen eines Symposiums diskutiert, das ABC in Zusammenarbeit mit dem Institut für Theaterpädagogik der Hochschule Osnabrück mit vielen internationalen Gästen durchgeführt hat“, sagt Radermacher. Er freut sich darüber, dass ABC beim WKT neue Mitglieder gewonnen hat. Es ist ein sehr bunter Verein, mindestens zehn Nationen sind darin vertreten. „Schön, dass es sich so entwickelt hat“, meint der Präsident.
Arts by Children entwickelt über die bestehenden Maßnahmen hinaus weitere Ideen und Projekte. So wird der Verein ab Januar 2015 in Zusammenarbeit mit dem Kindertreff - Alter Schlachthof - Stadt Lingen, dem Emsland Ensemble und dem Atelier Alter Hafen ein Projekt in den Bereichen Musik, Theater und bildende Kunst mit benachteiligten Kindern und Jugendlichen durchführen. Dieses Projekt findet statt im Rahmen der Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung „Kultur macht stark“ und wird vom Bund Deutscher Amateurtheater (BDAT) gefördert. 
Bild: Der neue Vorstand von Arts by Children mit Geschäftsführerin Marion Sommer (stehend rechs): Die Beisitzer Anneliese Hanelt, Ulrich Wolbeck (es fehlen Clemens Niers und Renuka Vivekananthan), Präsident Norbert Radermacher, Schatzmeisterin Janette Mannott (stehend), künstlerische Koordinatorin Anne Höltermann und Vizepräsidentin Christel Grunewaldt-Rohde (von links).
    


Mozo-Moishor. Mit dem Gedanken, einen Freiwilligendienst zu absolvieren, hat sich Theresa Liening vom TPZ Lingen schon eine ganze Weile befasst und diesen dann auch in die Tat umgesetzt. Heute unterrichtet sie in Bangladesch Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren in den Fächern Theater und Musik.

„Wie so oft fügte sich eins ins andere“, erzählt sie, denn in Bangladesch wurde mithilfe vieler Lingener Bürger ein Kulturwaisenhaus gebaut. Und so bekam sie durch die Organisation Arts by Children aus Lingen die Möglichkeit, ihren Traum zu realisieren. Theresa arbeitet nun für die Jaago Foundation in Bangladesch, einen Verein, der Kinder in Slum-Regionen die Chance auf Bildung und Erziehung ermöglicht.

Diese Foundation ist gleichzeitig ein Kooperationspartner von Arts by Children und außerdem auch Schulträger des Waisenhausprojektes von Arts by Children in Mozo-Moishor.

„Mein Abenteuer, geprägt von Träumen und Hoffnungen, begann am 3. Dezember 2014“, sagt Theresa. Natürlich habe sie keinerlei Ahnung davon gehabt, was auf sie zukommen würde. „Ich war einfach nur aufgeregt und neugierig, als ich in den Flieger stieg“, erinnert sie sich.

„Doch kaum angekommen, stellte ich fest, dass sich das Leben hier in Bangladesch ganz anders abspielt als zu Hause. Die allgemeinen Lebensbedingungen und die Infrastruktur unterscheiden sich doch gewaltig von dem mir Vertrauten. Autos, Busse, Rikschas etc. schlängeln sich dicht gedrängt durch die Straßen“, erzählt Theresa. Staus an Kreuzungen seien an der Tagesordnung. Man müsse eben viel Geduld mitbringen, und davon hätten diese Menschen zu Genüge.
Die Leichtigkeit, mit der man hier die Lebensumstände hinnehme, würde ihr deutsches Gefühl für Zeit und Pünktlichkeit sprengen. So kam es ihr zumindest anfänglich vor. „Nach meiner Ankunft in Mozo-Moishor durfte ich an der Eröffnungsveranstaltung des Waisenhauses Art by Children teilnehmen.“

Da aus Sicherheitsgründen um das Grundstück noch eine hohe Mauer errichtet werden muss, bevor der Betrieb in vollem Umfang aufgenommen werden kann, ist Theresa erst einmal als Praktikantin in eine Schule von Jaago in Rayer-Bazar, einem großen Slumviertel in Dhaka mit über 100000 Menschen, eingezogen.

„Nach einiger Zeit, die ich hier mit den Menschen verbracht habe, konnte ich tiefere Einblicke in die Kultur und das Leben der Menschen in Bangladesch bekommen. Ich habe erfahren, was es heißt, nur das Allernötigste zum Leben zu besitzen und doch glücklich zu sein“, resümiert Theresa.

„Die Menschen sind hier so bescheiden, aber sie besitzen unglaublich viel Ehrgeiz und Lebenswillen. Sie sind jeden Tag eine neue Inspiration für mich, und dafür lohnt es sich zu kämpfen“, sagt die junge Praktikantin. Sie würden vieles auf sich nehmen, weil ihnen die Schulbildung so wichtig sei. „Und sie sind unglaublich wissbegierig und kreativ, sodass ich oft nur staunen kann.“ Dabei trage doch jedes Kind seine eigene, oft traurige Geschichte in sich, und dennoch: Sie stecken voller Lebensfreude und Talent - und dies auf ihre ganz eigene Art.

Aber Theresa inspirieren nicht nur die Kinder. „Ich bin hier ja auch von Kollegen umgeben, die ihr altes Leben hinter sich gelassen haben, um die Welt ein Stück besser zu machen.“ Die meisten von ihnen hätten vielversprechende Jobs in den verschiedensten Teilen der Erde gehabt und seien zurückgekommen, um für viel weniger Geld die Träume von Bildung und einem besseren Leben für diese Kinder zu verwirklichen. „Und auch ich spüre jetzt, wie wichtig dieses Praktikum für mich ist und wie es mein zukünftiges Leben beeinflussen wird, und darüber bin ich sehr glücklich.

Nähere Informationen über Arts by Children gibt es auf www.artsbychildren.de .


Ein Artikel von Eva-Maria Riedel


Arts by Children auf dem Flohmarkt des Altstadtfestes am 19.9.2015
Wie jedes Jahr findet am Samstag des Altstadtfestes der Flohmarkt in den Einkaufsstraßen von Lingen statt.
Dieses Mal hat Arts by Children einen Verkaufsstand aufgebaut wo Gebrauchtes  aus Keller und vom Dachboden verkauft werden konnte. Koffer und Taschen haben neue Eigentümer gefunden und der ein oder andere Sammler konnte für wenig Geld sein „ Eselchen“ finden. Interessenten, die keine Kaufabsicht zeigten, ließen sich von der Vereinsidee von A b C anregen und füllten unsere Spendendose.
Die Mühen des frühen Aufstehens haben sich gelohnt. 245,-€ konnten eingenommen werden.
NEUES GEMEINDEZENTRUM

15.000 Euro aus Lingen für ein
Hilfsprojekt in Nepal
Lingen. Bhaktapur liegt direkt vor den Toren der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu. Vor knapp acht Monaten verlor Rajan Dulal während einer Serie von Erdbeben, die fast 9000 Menschen das Leben kosteten, hier sein Elternhaus. Jetzt macht er sich dank der Lingener Organisation „Arts by Children“ daran, auf dem Gelände ein Gemeindezentrum zu errichten, mit dem er zur Entwicklung seines Heimatdistrikts beitragen will.
Die Lingener Organisation „Arts by Children“ hatte im Frühjahr direkt nach dem Erdbeben begonnen, Spenden für die nepalesische Bevölkerung zu sammeln. 33000 Euro sind so bis heute zusammengekommen, von denen jetzt 15000 in Dulals Projekt fließen. Mit einer früheren Teilsumme von 5000 Euro hatte er bereits Notunterkünfte aus Wellblech in seiner Nachbarschaft errichtet. Jetzt, wo die erste Monsunzeit nach den Beben überstanden ist, soll es um nachhaltigere Hilfe gehen: Auch, weil Notunterkünfte eben auch wieder abgerissen werden, sobald die alten Häuser wiederaufgebaut wurden.
„Wir sehen ja, wie viele Menschen jetzt schon Asyl in Europa suchen“, erklärt Norbert Radermacher, Präsident von „Arts by Children“. „Daher ist es wichtig, dass wir Strukturen in den Heimatländern der Menschen stärken, damit nicht irgendwann ganz Asien zu uns nach Europa fliehen muss. Es verlässt ja niemand freiwillig seine Heimat.“ Für das Projekt von Rajan Dulal habe man sich entschieden, weil es gezielt an Kinder in Notlagen gerichtet ist. 25 von ihnen leben momentan in Dulals Notunterkünften und werden nach der Fertigstellung des erdbebensicheren Gemeindezentrums dort leben und lernen.
Enge Zusammenarbeit
25000 Euro benötigt Rajan Dulal zur Errichtung seines Gemeindezentrums. „In Deutschland entspräche das einer Investition von rund 250000 Euro“, setzt Radermacher den finanziellen Aufwand in Relation. „Die 15000 Euro von Arts by Children sind eine große Hilfe“, erklärt Dujal. Damit die Summe nicht in privaten Taschen versickere, sei die gemeinnützige Organisation Sarwoyada Foundation gegründet worden. Auch werde Holger Koppelt von Arts by Children das Projekt auch vor Ort betreuen.

Das ganze Projekt solle demnach als Modellentwurf für Nepal dienen, indem man sich am deutschen Konzept eines Gemeindehauses oder Stadtteils orientiere. Neben der Betreuung von Kindern und Jugendlichen plant Dulal, für die Mitglieder seiner Gemeinschaft Ausbildungsangebote zu schaffen. „Ich selbst bin Schneider und habe früher Rucksäcke für Schulkinder produziert. Wenn ich die selbst herstelle, kosten sie wenig, aber sind eine große Hilfe.“ Auch einen Elektriker gebe es in seinem Verein.
Einer der wichtigsten Aspekte des Zentrums wird die Betreuung und Aufklärung von Kindern und Frauen sein. Nepal durchlief erst 2008 einen Wechsel von einer Monarchie zur Republik. Obwohl die Regierung mit dem Umschwung freien Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung beschloss, sind gerade geografische Abgeschiedenheit und alte Kastenstrukturen ein Faktor, der eine flächendeckende medizinische Versorgung und freies Lernen erschweren.

Ein Artikel von Lukas Herbers NOZ vom 10.12.2015



Die Schüler der Castellschule sammelten für Erdbebenopfer in Nepal. Foto: Castellschule Lingen.

Angesichts der erschreckenden Bilder von der Zerstörung durch die Erdbeben in Nepal hat Theo Sommer aus der Klasse 4a der Castellschule in Lingen vor einigen Wochen mit seinen Mitschülern eine Hilfsaktion initiiert, an deren Ende 358 Euro zusammen kamen.
Es ist noch nicht lange her, dass er selbst in Nepal war. Er begleitete seine Eltern, die sich ehrenamtlich im Verein Arts by Children (ABC) engagieren, und nun hörte er aus den Medien von der Katastrophe. Hier muss man doch helfen! Mit diesem Anliegen trat er an seine Schulleiterin und Klassenkameraden heran. Angestoßen durch Theos lebendige Schilderung vom Leben der Menschen in Nepal, wurde im Klassenrat gemeinsam mit der Schulleiterin Denise Haim über eine Spendenaktion nachgedacht. Hieraus entstand die Idee, einen Kuchenverkauf an der Schule zu organisieren.
Die Schüler haben Flyer und Plakate erstellt, Informationswände zur Berichterstattung über die Katastrophe vorbereitet, Preislisten geschrieben und die Eltern um Unterstützung gebeten.
Dann endlich war es soweit. In den Pausen viele leckere Kuchen angeboten und von den Schülern der Grundschule eigenständig verkauft. So manch einer kam für den guten Zweck sogar mit einer Dose in die Schule, um für die ganze Familie einzukaufen. Mit der Spendenübergabe an den Verein ABC beendeten die Schüler ihre Hilfsaktion.

Inzwischen kam sogar ein Dankeschreiben aus Nepal, das sich insbesondere an Theo richtet. Darin heißt es: „Wir werden das Geld für die 81 Flüchtlingskinder im Zeltlager einsetzen.[...] Diese Kinder müssen akzeptieren lernen, dass sie nie wieder in ihr Dorf zurück dürfen, die Erdrutsche machen das Gebiet so unsicher, dass man dort nicht mehr bauen kann. [...] Danke für diese liebevolle Menschenfreundlichkeit!





„Ran an den Kleister“ heißt es, die Besenstiele müssen für das Musical vorbereitet werden, und Joke Ruhle (links) hilft dabei. Fotos: Eva Maria Riedel
Sie sind von diesem Projekt überzeugt: Lulzim Bucaliu (vorne) sowie (von links) Joke Ruhle, Doris Schweizer und Christel Grunewaldt-Rohde.
Lingen. Womit beschäftigen sich Väter und Mütter in ihrer Freizeit? Die einen treiben Sport, die anderen verbringen viel Zeit vor dem Computer. Die Palette der Möglichkeiten ist groß. Auch wenn der Nachwuchs den Eltern nacheifern möchte, so steckt doch Verborgenes in ihm. Und das möchte Arts by Children (ABC) nicht nur in Erfahrung bringen, sondern unbedingt fördern. Erstmalig bietet der Verein Kindern eine Chance, sich näher mit der Kultur auseinanderzusetzen.
„KunterBund“ heißt das lokal verortete Jahresprojekt, das noch bis Dezember 2015 läuft und dessen Kosten von ABC getragen werden. Gefördert wird es zudem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und vom Bund Deutscher Amateur-theater, „Es wird mit einem farbenreichen Musical sein Ende finden“, berichtet die Projektleiterin Christel Grunewaldt-Rohde. „Wir haben seinerzeit Kinder angesprochen, die bisher kaum an kulturellen Projekten mitgewirkt haben.“ Die Resonanz sei sehr erfreulich gewesen, denn ganz spontan hätten sich 30 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren verschiedener Nationalitäten gemeldet.
„Die meisten von ihnen verbringen ihre Freizeit im Lingener Kindertreff, im Alten Schlachthof, der direkt in der Nachbarschaft zu unserer Wirkungsstätte der Paul-Gerhardt-Schule steht, in der sich sowohl ABC als auch das Emsländische Musikensemble befinden. Lediglich das Kunstatelier ist am Alten Hafen ansässig“, berichtet Grunewaldt-Rohde.
Obgleich den Kindern kulturelle Bildungsbereiche fremd waren, zeigten sie doch viel Neugier und reges Interesse. Nach einer Einführungsphase suchten sie sich in freier Wahl ihren Workshop wie Theater, Bildende Kunst oder Musik aus.
Mit fachübergreifenden Elementen wird hier nun der Weg zu gemeinsam Gestalteten führen, dessen Ziel ein Musical ist, war zu erfahren. Es wird vom Regenbogen erzählen, der über das Land Kunterbunt strahlt. Doch dieser verblasst, weil die Untertanen des Königs - es sind die verschiedenen Farben - in Streit geraten, weil sich jeder zu wichtig nimmt. Auch der König muss seine Fehler erkennen und nach Lösungen suchen, um wieder Frieden unter seinen Untertanen herzustellen. Davon erzählt Doris Schweizer, Workshopleiterin Theater. Die Geschichte sei geprägt durch Farben, Emotionen und auch Stimmungen.
„Nichts kann falsch gemacht werden, jeder darf sich einbringen. Impulse der Spieler werden ernst genommen und ausprobiert und bei Eignung in das Stück integriert“, betont Doris Schweizer. Das Stück sei entwicklungsfähig, es könne mit den Wünschen und Vorschlägen der Kinder weiterentwickelt werden.
Lulzim Bucaliu vom Emsländischen Kammermusikensemble ist hocherfreut über die Begeisterung „seiner“ Kinder. „Da wird zum Beispiel das Schlagzeug so richtig hergenommen“, lacht er, „und wir sind dabei, wir erleben, wie sich ein Junge selbst entdeckt und das am Schlagzeug.“ Das bestätige doch den Sinn und Zweck dieses Projektes auf ganzer Linie, freut er sich. Die Instrumente würden den Kindern dieser Gruppe im Kindertreff zur Verfügung stehen, wo sie auch mal außerhalb des Workshops üben könnten.
Im Atelier am Alten Hafen, das ein behagliches Ambiente ausstrahlt, kämpfen besonders die Jungs mit dem Kleister. Das mögen sie nicht so gerne, sich die Hände schmutzig machen. Aber es muss sein, und dann packen die Jungen und Mädchen fleißig zu. Jeder Besenstiel wird vorbehandelt, später werden sie mit bunten Steine beklebt. „Das muss ordentlich gemacht werden“, sagt Joke Ruhle mit viel Ruhe. „Schließlich spielen die bunten Stäbe später eine wichtige Rolle in dem Musical.“
„Seit Februar sind die Kinder nun tapfer dabei, und Stück für Stück nähern wir uns in spielerischen Etappen dem gemeinsamen Auftritt“, freut sich Christel Grunewaldt-Rohde. Sternenförmig werden die Workshop-Ergebnisse sich zusammenfügen und auf diese Weise den Jungen und Mädchen ein Gefühl geben, in ihren einzelnen Gruppenarbeiten zu einem großen Ganzen beigetragen zu haben.
Ein wichtiges Erlebnis, das sie vielleicht zu neuen Wegen motivieren könnte. Das erhoffen sich die Projektleiter, die engagiert dabei sind und auch die Begeisterung mit den Kindern teilen.
Ein Artikel von Eva-Maria Riedel

Lingen.
Dass es sich bei den Welt-Kindertheater-Festivals in Lingen nicht um internationale Spektakel handelt, sondern dass viel mehr dahintersteckt, wissen die „Macher“. Und nun gibt es wieder eine Bestätigung dafür, welche nachhaltige Wirkung die Auftritte der jungen Menschen aus aller Welt haben können. Patrick Mukisa aus Uganda ist es, der den Stein ins Rollen gebracht und das „Oliver Projekt“ gegründet hat.

























Wer beim 9. Welt-Kindertheater-Festival 2006 dabei gewesen ist, der wird die Aufführung nie vergessen. „Oliver“ hieß das Stück, welches die Situation von Straßen- und Waisenkindern schilderte, an dem Jungen und Mädchen aus sechs Nationen teilnahmen. Hier fiel ganz besonders Patrick auf, der mit seinem Gesang und seiner darstellerischen Ausdruckskraft die Zuschauer beeindruckte.

Eine Familie aus Lingen unterstützte ihn daraufhin. So konnte der Junge aus Kampala seine Schule abschließen und sogar ein Studium aufnehmen. Aus Dankbarkeit hat er gemeinsam mit einigen Studienkollegen eine A-cappella-Gesangsgruppe gegründet und das Projekt „Singing for the Joy of the Poor“ initiiert.

Die in Lingen ansässige und international tätigte Kinderhilfsorganisation „Arts by Children (ABC) hat sich dieses Projektes angenommen und unterstützt Patrick mit Spenden. Projekte dieser Art werden auch regelmäßig von ABC besucht.

Als Repräsentanten von ABC nahmen Marion Sommer und Ximena Calderon im April in Uganda am 1. Ostafrikanischen Kindertheater-Festival teil. Der künstlerische Leiter, Frank Katoola, war als Workshopleiter und mit seinen Kindertheatergruppen einige Male in Lingen und hat seine hier gemachten Erfahrungen dazu genutzt, in Afrika eine Kindertheaterbewegung aufzubauen und sich ganz besonders benachteiligten Kindern zu widmen.

Patrick hat mit dem Geld seiner Auftritte bereits 20 Kindern helfen können, ein menschenwürdiges Leben zu führen, und ABC möchte die bemerkenswerte Initiative dieses jungen Studenten gerne unterstützten.
Singing for the Joy of the Poor

Büro

Gebr. Grimm Schule
Elsterstr. 1
49808 Lingen

Tel.: 0591 / 91379756
Fax: 0591 / 91521854


Mo, Di, Do,
09.30 - 12.00 Uhr
Dienstagnachmittag
15.30 - 17.30 Uhr

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BIC:
DEUTDEDB267

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